Aktiengesellschaft: Der Gewinnverteilung kann nur bis zum 30.6. des jeweiligen Jahres abgestimmt werden
Montag, den 29. Juli 2013 um 08:37 Uhr

Gemäß dem Beschluss des Höchsten Gerichts der Tschechischen Republik in der Sache mit dem Az. 29 Cdo 4284/2007 von September 2009 kann die Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft über die Gewinnverteilung für das vergangene Jahr nur in dem Falle entscheiden, wenn diese Hauptversammlung spätestens innerhalb von 6 Monaten ab dem letzten Tag der vorgehenden Rechnungsperiode, für die der Rechnungsabschluss erarbeitet ist, stattfindet. Als Grund dieser Ansicht des Höchsten Gerichts der ČR wird die Tatsache angesehen, dass diese Frist von sechs Monaten die äußerste Frist ist, in der die für die Verhandlung der Hauptversammlung dienenden Ergebnisse eines Rechnungsabschlusses als solche betrachtet werden können, die den Aktionären als eine reelle Darstellung der Buchhaltung der Aktiengesellschaft dienen können, auf derer Grundlage sie über die Gewinnverteilung qualifiziert entscheiden können. Wenn also die Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft später abgehalten wird, nach Ablauf dieser Frist von sechs Monaten (d.h. de facto nach dem 31.6. des jeweiligen Jahres), so kann diese Hauptversammlung der Gesellschaft über die Gewinnverteilung auf der Grundlage des zum 31.12. des vorgehenden Jahres erarbeiteten Rechnungsabschlusses nicht mehr gültig entscheiden.

 
<< Start < Zurück 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 Weiter > Ende >>

Seite 20 von 20

Advokátní kancelář

Advokátní kancelář KVAPIL & ŠULC sídlí na Národní třídě v Praze 1 a poskytuje právní služby společnostem i ostatním právnickým a fyzickým osobám. Advokátní kancelář zajišťuje svým klientům poradenství ve všech právních odvětvích, zejména se však specializuje na poskytování služeb v oblastech obchodního a občanského práva. Díky znalostem a zkušenostem jednotlivých členů a spolupracovníků kancelář rovněž nabízí poradenství v oblasti evropského práva a práva mezinárodního obchodu.