Gerichtliches Zivilverfahren: Vorklageaufforderung
Montag, den 29. Juli 2013 um 08:47 Uhr

Die Novelle des Gesetzes Nr. 99/1963 Slg., Zivilprozessordnung, führt mit Wirksamkeit vom 1. Januar 2013 die neue Verpflichtung für die Gläubiger, die Vorklageaufforderung, ein.

Es handelt sich um eine Aufforderung zur Zahlung der Forderung, die dem Schuldner in einer Frist von mindestens 7 Tagen vor Stellung des Antrags auf Einleitung des Verfahrens zugesandt werden muss. Die Nichterfüllung der Verpflichtung zur Zusendung der Vorklageaufforderung wird auf den Erfolg in der Sache selbst keine Auswirkung haben, jedoch in dem Falle, wenn der Gläubiger seiner Verpflichtung nicht nachkommt, wird ihm das Recht auf Ersatz der Verfahrenskosten nicht zuerkannt. Nur wenn es besondere sehenswerte Gründe gibt, so kann das Gericht die Kosten völlig oder teilweise zuerkennen, auch wenn der Verpflichtung der Zusendung der Vorklageaufforderung nicht nachgekommen wurde.

Der Sinn der Novelle ist der Schutz des Schuldners, da die Vorklageaufforderung ihn auf den zur Zahlung fälligen Schuldbetrag hinweisen und ihm die Chance geben soll, diesen ohne erhöhte Kosten noch vor Beginn eines Gerichtsverfahrens zu erfüllen.

 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Weiter > Ende >>

Seite 1 von 20

Advokátní kancelář

Advokátní kancelář KVAPIL & ŠULC sídlí na Národní třídě v Praze 1 a poskytuje právní služby společnostem i ostatním právnickým a fyzickým osobám. Advokátní kancelář zajišťuje svým klientům poradenství ve všech právních odvětvích, zejména se však specializuje na poskytování služeb v oblastech obchodního a občanského práva. Díky znalostem a zkušenostem jednotlivých členů a spolupracovníků kancelář rovněž nabízí poradenství v oblasti evropského práva a práva mezinárodního obchodu.